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| OBSTLAND. - Die Tradition |
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| Eingebettet in die landschaftliche Schönheit des Muldentales und des Erzgebirgsvorlandes reift auf dem sanften Hügelland zwischen Grimma, Döbeln und Oschatz ein besonderes Obst voller Frische und Aroma - das "Sachsenobst". |
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| Heimstatt der Obsterzeugung dieser Region ist die Obstland Dürrweitzschen AG.
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Ein mildes Klima und ausgewogene Niederschläge begünstigen seit jeher den Obstanbau in dieser Region.
So reicht die Obstbautradition hierzulande bis in das 12. Jahrhundert zurück, als Nonnen und Mönche des Zisterzienserordens für ihre Eigenversorgung Klostergärten anlegten und darin die ersten Obstbäume pflanzten.
Später waren es die sächsischen Kurfürsten, die die Anpflanzung von Obstbäumen per Staatserlass förderten.
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So wurden in dieser Zeit nicht nur besonders viele Stein- und Kernobstbäume an den Rändern der sächsischen Staatsstraßen gepflanzt, sondern auch die Heiratswilligen in Sachsen waren angehalten, jeder mindestens einen Obstbaum zu pflanzen.
Zum Beginn des 20. Jahrhunderts begann sich in Sachsen mit der Gründung von Obstbauvereinen und Gärtnereien der kommunale und gewerbliche Obstbau zu entwickeln.
Besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang der als Leisniger Etagenobstbau*) in die Obstbaugeschichte eingegangene Versuch, in Mustergärten die Früchte mehrerer Obstarten auf ein und derselben Fläche zu ernten. Dazu wurden im selben Jahr Bodenkulturen, Sträucher und hochstämmige Bäume in einem ausgeklügelten System angepflanzt.
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Anfang der 70er Jahre fand die Region dann die entscheidende Aufwertung als wirtschaftlich bedeutendes Obstbaugebiet.
Die Landwirtschaft um Dürrweitzschen,
Ablaß,
Sornzig und Leisnig wurde innerhalb kürzester Zeit auf den intensiven Obstbau umgestellt und das gesamte Gebiet zu einem der fünf Hauptobstanbaugebiete zwischen Ostsee und Erzgebirge erklärt und ausgebaut.
Seit dem 1. Januar 1991 setzt die Obstland Dürrweitzschen AG, die im Zusammenhang mit der Reprivatisierung genossenschaftlichen Eigentums aus der LPG Obstproduktion Dürrweitzschen hervorging, den modernen Obstanbau in großflächigen Plantagen fort.
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Die Gründung einer Erzeugerorganisation zur besseren Vermarktung des produzierten Obstes und der Erwerb eines Keltereibetriebes für die Verarbeitung desselben schaffte Anfang der 90´er Jahre die Grundvoraussetzung für den heutigen Marktauftritt des Unternehmens.
*) Quelle Leisniger Etagenobstbau:
Konrad Keipert: Beerenobst-Angebaute Arten und Wildfrüchte.
Eugen Ulmer, Stuttgart 1981 (ISBN 3800155176)
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